„Pilot für einen Tag“ auf dem Domberg: Rekordandrang beim Schnupperfliegen

„Pilot für einen Tag“ auf dem Domberg: Rekordandrang beim Schnupperfliegen

Es war schon das elfte Mal, dass der Flugsportverein Sobernheim Fluginteressierte eingeladen hat, einen Tag lang auf dem Pilotensitz einer ihrer Maschinen Platz zu nehmen und unter Anleitung erfahrener Fluglehrer eine persönliche Flugerfahrung zu machen. Doch solch einen Andrang wie am Samstag gab es noch nie. „Wir waren selber überrascht, als wir plötzlich 20 Anmeldungen hatten“, sagt FSV-Vorsitzender Bruno Rhein. „Das freut uns natürlich ausgesprochen, stellt aber alle Beteiligten auch vor gewisse Herausforderungen.“ Die jedoch wurden von sieben Fluglehrern und noch mehr ehrenamtlichen Helfern wieder einmal bestens gemeistert.Das Wetter war dunstig und der Himmel bedeckt, als die Schnupperflieger aus nah und fern nach einer intensiven Einweisung wahlweise auf den Pilotensitzen der Segelflugzeuge, der Motormaschinen und des Motorseglers Platz nahmen. Wetter also, wie es mangels Thermik Segelflieger gar nicht mögen. Doch für alle „Piloten für einen Tag“ war es ein intensives Erlebnis, sich bei ruhiger Luft als Flugzeugführerin oder Flugzeugführer auszuprobieren – natürlich unter Aufsicht und Anleitung jeweils eines Fluglehrers auf dem Copilotensitz.

Der älteste Teilnehmer kam nicht zum ersten Mal nach Bad Sobernheim: Werner Eisermann aus dem bayerischen Mellrichstadt. „Ich war vor zwei Jahren schon einmal hier. Mir hat es damals so gut gefallen, dass ich unbedingt wiederkommen wollte.“ Eisenmanns Platz war der vordere Sitz des Duo Discus. Auf dem hinteren wurde er begleitet von Fluglehrer Bernd Lehmann, der ihn mit 77 Jahren altersmäßig noch übertraf. Auch Gerhard Stönner aus Mainz gehörte mit seinen 71 Jahren nicht mehr zu den ganz jungen Schnupperpiloten. Er wollte aber unbedingt zum zweiten Mal in seinem Leben in ein Segelflugzeug steigen. Das erste Mal, so erzählte er, habe er es als junger Mann getan.

Auch Ines Killmer aus Bad Sobernheim hatte sich für den Segelflug entschieden. „Ich wohne direkt unterhalb des Flugplatzes und freue mich immer, wenn ich die Maschinen am Himmel sehe und sie im Endanflug über meine Terrasse rauschen“, sagt sie, die sie auf dem vorderen Sitz des Twin Astir Platz genommen hatte. Sie wurde begleitet vom jüngsten Fluglehrer des Vereins, Jonathan Sutor.

Jendrik Laun aus Seeheim-Jugenheim hingegen hatte er sich für den Motorflug entschieden. Er ist als ambitionierter und engagierter Modellflieger in Flugphysik natürlich fit. Insofern musste FSV-Ausbildungsleiter Dr. Thomas Rathmann ihm an Bord der zweisitzigen Katana nur noch die Besonderheiten dieser Maschine erklären.

Für alle Schnupperflieger war dieser Samstag am Himmel über Bad Sobernheim etwas Besonderes. So mancher von ihnen blieb noch bis gegen Abend, um auch am Boden Besonderes zu erleben, nämlich die Gastfreundschaft der Fliegerkameraden. Die Vereinsjugend begann nämlich an diesem Tag ihr jährliches Fliegerlager: Zwei Wochen intensiven Fliegens erwartete sie.

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