Sentimental Journey über dem Domberg

Sentimental Journey über dem Domberg

Es sei schon viele Jahre her, dass sie das letzte Mal in ein kleines Flugzeug gestiegen sei, erzählt Helga Hager (80). Über sich selbst sagt sie: „Ich bin kein Flieger-Fan.“ Jetzt aber hat sie sich ganz spontan ein Herz genommen und ist auf dem Domberg in einen Doppelsitzer des Flugsportvereins Sobernheim gestiegen und hat ihren Heimatort eine gute Viertelstunde lang von oben bewundern können. Ein Flug, der Erinnerungen hervorrief.

Ihr verstorbener Mann nämlich arbeitete als militärischer Fluglotse auf dem Tower in Pferdsfeld. Helga Hager war in der Diakonie in Bad Kreuznach tätig und kümmerte sich um behinderte Menschen. Sie und ihr Mann engagierten sich bis vor anderthalb Jahrzehnten in einer Initiative, die eben diesen behinderten Menschen kostenlose Flüge auf dem Domberg ermöglichte. Insofern – so erzählt sie – habe sie eine lange und tiefe Beziehung zu diesem Flugplatz.

Deshalb spaziere sie auch heute noch mindestens einmal die Woche hoch auf den Domberg. Sie freue sich immer, wenn sie Segelflieger am Himmel sehe von ihrem Wohnort aus in der Nähe der alten Ziegelei in Bad Sobernheim. Irgendwie habe ihr dies doch Lust gemacht, noch einmal selbst in einem Segelflugzeug Platz zu nehmen.

Es sei kurz, aber wunderschön gewesen, sagt sie im Rückblick, vielleicht auch verbunden mit ein bisschen Wehmut. Denn für sie war dieser kurze abendliche Flug im April mehr als nur ein Hüpfer am Himmel. Für Helga Hager war er eine „Sentimental Journey“ der besonderen Art.


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