Erster Pilot für einen Tag 2020

Erster Pilot für einen Tag 2020

Das Wetter hätte nicht besser sein können – bei strahlendem Sonnenschein, guter Thermik, aber auch bei kräftigem Wind konnten sich beim ersten Schnupperfliegen des Jahres gleich 14 Pilotinnen und Piloten für einen Tag am Steuerknüppel eines Flugzeugs ausprobieren. Der Flugsportverein Sobernheim (FSV) hatte sieben Fluglehrer aufgeboten, um die Gäste individuell in Segel-, Motorsegel- und Motorflugzeugen des Vereins zu betreuen. Allgemeines Fazit: eine wunderbare Erfahrung.

Der älteste Schnupperflieger hatte den weitesten Weg: Werner Eisermann war eigens aus dem bayerischen Mellrichstadt auf den Domberg gereist, um sich als „Pilot für einen Tag“ an den Knüppel eines Segelflugzeuges zu setzen – und das schon zum zweiten Mal! „Ich finde nicht nur das Segelfliegen herrlich, sondern auch die Gegend hier wunderbar“, meinte er zur Begründung. Das Fliegen als Erlebnis nahe an der Natur habe es ihm angetan, abgesehen von der Gastfreundschaft des FSV.

Mit seinem Fazit steht er nicht allein. Alle Schnupperflieger sprachen im Anschluss an ihre Starts und Landungen von unvergesslichen Erlebnissen. Julia Hamm (13) war als jüngste Teilnehmerin in Segelflugzeugen mehrfach mit dem jüngsten Fluglehrer des Vereins unterwegs, dem 20jährigen Jonathan Sutor. Ihr Resümee: „Cool!“ Sie war zusammen mit ihrem Vater Michael eigens aus Frankfurt angereist. Der wiederum erklärte: „Unsere Familie ist schon seit langem mit diesem Flugplatz und dem Domberg verbunden. Deshalb kommen wir auch immer wieder nach Bad Sobernheim.“ Er sei jetzt schon zum dritten Mal „Pilot für einen Tag“. Ebenfalls nicht zum ersten Mal war auch René Andrae dabei. Sein Traum: er möchte Berufspilot werden.

Sie alle lernten am Platz eine intensive Kameradschaft kennen. Segelflugreferent Alf Geisert: „Segelfliegen ist Teamwork. Allein kommt niemand in die Luft.“ Neben den Fluglehrern waren eine ganze Anzahl weiterer Helfer in den verschiedensten Funktionen nötig, um diese Veranstaltung vorzubereiten und durchzuführen. Diese erste von zweien fiel zusammen mit dem Beginn des jährlichen Fliegerlagers auf dem Domberg. Zwei Wochen lang frönen derzeit Segelfliegerinnen und Segelflieger jeglichen Alters ihrem Hobby.

Bruno Rhein, der FSV-Vorsitzende, und seinen sechs Fluglehrer-Kollegen gefallen diese individuellen und unterschiedlichen Motivationen: „Hier finden sich immer wieder Frauen und Männer jeden Alters, aller Berufsgruppen und jeglicher Herkunft zusammen, um einen Einblick in die Fliegerei zu bekommen und nach Möglichkeit einen wunderbaren Flugtag zu erleben.“ Dies war an diesem Wochenende sicherlich der Fall.

Rhein freut sich natürlich besonders, wenn eine Pilotin oder ein Pilot für einen Tag dann irgendwann dem Flugsportverein auch beitritt, wenngleich dies nicht der Hauptgrund sei für die Aktion, die zweimal im Jahr stattfindet: „Unser Schnupperfliegen ist natürlich eine Visitenkarte für unseren Verein und unseren Sport, dann aber auch für die ganze Stadt.“

Bericht/Bilder: Joachim Mahrholdt

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